Rechner
Welche Powerstation brauchst du wirklich?
Wähle die Geräte aus, die im Ernstfall weiterlaufen sollen. Der Rechner nennt dir die nötige Kapazität – und die Kennzahl, an der die meisten Käufe scheitern: die Spitzenleistung.
So rechnet dieser Rechner
Die Kapazität einer Powerstation wird in Wattstunden angegeben. Eine Wattstunde ist ein Watt, eine Stunde lang. Ein Gerät mit 100 Watt, das acht Stunden läuft, braucht also 800 Wattstunden. Der Rechner addiert diese Werte über alle ausgewählten Geräte und multipliziert sie mit der gewünschten Dauer.
Darauf kommen 15 Prozent Aufschlag. Der Wechselrichter einer Powerstation wandelt den Gleichstrom des Akkus in die 230 Volt Wechselstrom um, die deine Geräte erwarten – und das kostet Energie. Wer ohne diesen Aufschlag rechnet, kauft regelmäßig zu knapp.
Warum die Spitzenleistung wichtiger ist als die Kapazität
Kühlschränke, Gefriertruhen und Heizungspumpen enthalten Elektromotoren. Im Moment des Anlaufens ziehen sie ein Vielfaches ihrer normalen Leistung – je nach Gerät das Drei- bis Achtfache, für den Bruchteil einer Sekunde. Ist der Wechselrichter zu schwach ausgelegt, erkennt er diese Spitze als Überlast und schaltet ab, obwohl der Akku noch fast voll ist.
Genau daran scheitern die meisten Fehlkäufe. Die Kapazität steht groß auf der Verpackung, die Spitzenleistung im Kleingedruckten. Deshalb weist dieser Rechner beide Werte getrennt aus. Mehr dazu im Artikel Kühlschrank bei Stromausfall.
Plane Reserve ein
Das Ergebnis ist ein Minimum, kein Zielwert. Akkus verlieren über die Jahre Kapazität, Kälte senkt die nutzbare Energie zusätzlich, und im Ernstfall kommt fast immer ein Gerät dazu, an das vorher niemand gedacht hat. Rechne rund zwanzig Prozent auf die Kapazität auf – das ist der Unterschied zwischen einer Powerstation, die knapp reicht, und einer, auf die du dich verlässt.
Bei der Zelltechnik lohnt sich der Blick ebenfalls: LiFePO4hält mehrere tausend Ladezyklen statt einiger hundert – entscheidend bei einem Gerät, das jahrelang vor allem bereitsteht.
Häufige Fragen
Warum läuft der Kühlschrank nur acht Stunden am Tag?
Weil der Kompressor nicht durchgehend arbeitet. Er springt an, kühlt herunter und schaltet wieder ab – über den Tag summiert sich das auf etwa ein Drittel der Zeit. Wer mit 24 Stunden rechnet, überschätzt den Bedarf um das Dreifache.
Kann ich meinen tatsächlichen Verbrauch genauer ermitteln?
Ja. Auf dem Energielabel jedes Kühl- oder Gefriergeräts steht der Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Geteilt durch 365 ergibt das den Tagesverbrauch – genauer als jede Faustformel, weil es dein Gerät beschreibt und nicht einen Durchschnitt.
Reicht eine Powerstation für ein Balkonkraftwerk als Speicher?
Das hängt davon ab, wie viel dein Balkonkraftwerk tatsächlich einspeist und wie viel du abends abrufen willst. Der Rechner hier zielt auf den Notfall, nicht auf den Dauerbetrieb am Balkon – dafür gibt es den Artikel Wie groß muss die Powerstation für mein Balkonkraftwerk sein.
Was ist mit Wasserkocher, Mikrowelle und Kaffeemaschine?
Die sind mit 900 bis 2000 Watt die Schwergewichte in der Liste. Sie laufen zwar nur Minuten, treiben aber die nötige Dauerleistung nach oben. Wer im Stromausfall kochen will, fährt mit einemGaskocherfast immer günstiger als mit einer entsprechend groß dimensionierten Powerstation.